Newsletter HSG Archiv

Mai / Juni 2014

Liebe HSG-Familie

 

Es wäre wieder mal Zeit für einen Newsletter, könnten vielleicht einige denken. Naja, vielleicht denkt es ja auch gar niemand, könnte durchaus sein. Im Moment läuft ja gar nicht so viel Spannendes… Ich habe jetzt halt doch beschlossen, dass es Zeit ist.

 

Heute gibt es kein Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnisse verleiten dazu, zu selektieren und nur das zu lesen, was wirklich interessiert. Und da ich heute nicht viele verschiedene Themen zu präsentieren habe, braucht es eigentlich sowieso keins.

 

Es ist Zeit. Zeit für ein HSG-News. Zeit für Neues. Vielleicht Zeit ein bisschen Abschied zu nehmen. Zeit aber auch, neu zu beginnen… Wenn ein Pflanzenbeet im Garten alle Jahre Spinat enthält, auf einem Ackerfeld immer nur Mais angebaut wird, passiert es mit der Zeit, dass die Pflanzen kleiner werden, weniger Ertrag bringen, nicht mehr so gut gedeihen und die Früchte vielleicht auch einfach nicht mehr gleich schmecken. Die Sorge um die Pflanzen wird ebenfalls nicht immer gleich bleiben… Am Anfang wird gehätschelt und gejätet und gegossen – irgendwann ist es einfach selbstverständlich, dass da was wächst.

 

Ist es eben nicht.

 

Ich mag Pflanzen sehr und ich mag es, ihnen „zu schauen“. Und wenn ein Hagelgewitter übers Oberland zieht, macht mich das unruhig . Weil ich mich um meine Pflänzli sorge.

 

Ich mag die HSG, unseren Verein, meine „Handball-Familie“. Und ich habe mich lange Zeit sehr gerne schützend über die HSG gelegt, wenn ein Gewitter am Horizont aufzutauchen drohte. Nun ist aber die Erde, die ich der Pflanze aktuell biete, nährstoffarm geworden, zu viel Unkraut wächst, das niemand mehr jätet… Es wird Zeit für neue Gärtnerinnen und Gärtner, die sich wieder mit Motivation und Elan der HSG widmen. An der Generalversammlung vom 3. Juli ist es so weit, ich gebe meinen Präsidial-Hut ab, so wie an der letzten GV angekündigt. Ich gebe ihn mit äusserst gutem Gewissen an eine vertraute Person weiter, auch weil wir in der gleichen „Familie“ grossgeworden sind und die gleichen Werte vermittelt bekamen. Ich freue mich sehr, dass wir einen kompletten Vorstand zur Wahl vorschlagen können, nicht alle Vereine können das von sich behaupten. Falls es aber jemanden interessiert – die Einladung zur GV (die Teilnahme wäre ja eigentlich obligatorisch für Aktivmitglieder ab 16 Jahren) wird demnächst folgen. Also gsehnd Ihr’s ja denn… :-)

 

Nein ich werde der HSG natürlich nicht den Rücken kehren, das könnte ich dann doch noch nicht, auch wenn einige Dinge nicht mehr so sind, wie sie mal waren. Ich werde mein Team, den Vorstand, weiterhin so gut ich nur kann im Hintergrund unterstützen. Als Vereinssekretariat werde ich mich wie bisher um (für mich überhaupt nicht) langweilige, mühsame Dinge wie Spielerlizenzen, Mannschaftsmeldungen, Termin-, Spiel- und Einsatzpläne etc. kümmern, damit sich die anderen Kolleginnen und Kollegen um die richtigen, wichtigen Dinge bemühen können und nicht noch Zeit und Nerven mit solchen „Formalitäten“ verlieren, damit sie ihre Ressourcen da einsetzen können, wo sie dringend benötigt werden. Dort wo ich mich nicht mehr einbringen mag, weil ich ausgelaugt bin und es mir einfach auch nicht mehr möglich ist, alles unter einen Hut zu bringen…

 

Der HSG-Acker muss und wird neu bepflanzt werden, nicht exotisch und nicht völlig anders, aber es wird ihm gut tun – und ich wünsche mir nichts mehr, als dass er aufblühen wird. Und ich werde alles tun, um den Vorstand bei diesem Unterfangen zu unterstützen. Ich sehe meine Aufgabe nicht mehr im Pflanzen und Ernten, sondern vielleicht als Dünger (ich lasse die Bezeichnung Mist jetzt mal weg!) J… Den kann man nicht unbedingt sehen, die Pflanzen wachsen aber trotzdem besser und werden vielleicht wenn man Glück hat sogar ein bisschen grösser. Wäre schön, wenn dies meine Aufgabe sein und das erträumte Resultat bringen könnte.

 

Ich danke allen, die mich in meiner Zeit als Präsidentin immer wieder unterstützt und aufgemuntert haben ganz herzlich!! Dafür, dass ich bis 2008 immer gesagt habe – ich mache alles, einfach nie Präsidentin – dafür war ich’s nun doch recht lang… Ich brauche keinen Dank dafür, ich hab’s gern getan, die grösste Freude macht Ihr mir, wenn Ihr den neuen Vorstand unterstützt und der HSG und ihren kleinen, feinen Teams weiterhin Sorge tragt! Und denkt ab und zu daran, was all die Leute die sich in der HSG engagieren für Euch tun, ist nicht selbstverständlich.

 

Mir gsehnd eus hoffentlich a dä GV vom 3. Juli!

 

Euä Co-Präsi

Chrigi Sudler